Was ist die Trekkingklasse?

                                                        Das Projekt "Trekkingklasse"

 

Die Trekkingklasse besteht aus Schülerinnen und Schülern, die sich gegen Ende des sechsten Schuljahres um die Aufnahme in eben diese beworben haben. Ihr Ziel besteht vordergründig darin, am Ende des siebten Schuljahres im Verlauf einer sechzehntägigen Wanderung die Strecke von Pforzheim nach Basel (mehr oder weniger entlang des Westweges) zu Fuß zurückzulegen. Den rechtlichen Rahmen bietet hierfür die Schullandheimverordnung: „Jede/r Schüler/in soll während ihrer/seiner Schulzeit mindestens einmal an einem Schullandheimaufenthalt teilnehmen, der in der Regel mit Schülern ab Klasse 5 in ländlichen Gegenden Baden-Württembergs durchgeführt wird und zwischen 7 und 14 Tagen dauert.“[1] Im Zuge der Neubildung der siebten Klassen entsteht hiermit eine Klasse, die sich im Verlauf des siebten Schuljahres auf ein ganz besonderes Schullandheim vorbereitet.[2]

 

Über das Ziel der 320 km langen Wanderung hinaus ist es hingegen das der angestrebten Handlungskompetenz. Nicht nur während der Wanderung sondern auch während des ganzen siebten Schuljahres im Verlauf der Vorbereitung üben und bewähren sich die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Personal-, Sozial-, Fach- und Methodenkompetenz.

 

Es beginnt damit, dass die Klasse sich in Dreier- und Viererteams aufteilt. Jedem dieser Teams werden zwei Tage der Wanderung zugeordnet und diese sind zuständig für

-        die Planung der Wanderstrecke (nach Vorgabe von Start und Ziel) einschließlich besonders sehenswerter Objekte,

-       die Präsentation der Tagesetappe am Vorabend (Streckenverlauf und –länge, Höhenprofil, Sehenswürdigkeiten usw.),

-        die Führung der Klasse am Tag der Wanderung und

-        die Erstellung und Veröffentlichung (auf der Schulhomepage) einer bebilderten Zusammenfassung des jeweiligen Tagesgeschehens.

 

In fachlicher Hinsicht wird das Projekt von den in der Klasse unterrichtenden Lehrkräften unterstützt, so weit sich dies mit der Umsetzung des Bildungsplanes realisieren lässt. Ziel ist hierbei, das Thema „Schwarzwald“ in möglichst allen Fächern zu thematisieren und zu integrieren.

 

Der so genannte „Trekkingunterricht“ selbst erfolgt als zusätzliche AG-Stunde, die einmal wöchentlich zweistündig während des zweiten Schulhalbjahres durchgeführt wird. Themen sind hier unter anderen

-        Kartenlesen,

-        Anwendung von digitalen Karten,

-        Umgang mit Karte, Kompass und GPS-Empfänger,

-        Lesen und Erstellen von Höhenprofilen,

-        praktisches Orientieren im Gelände und

-        Ausdauer- und Wandertraining im Verlauf von Probewanderungen.

 

Da die Kosten für die Unternehmung mit ca. 500,- Euro deutlich höher als bei einem üblichen – kürzeren – Schullandheimaufenthalt liegen, werden auch Finanzierungsprojekte (wie Weihnachtsbasar, Flohmarkt, Kuchenverkauf usw.) durchgeführt. Außerdem konnten bisher durch Gewinnung von Sponsoren die Kosten pro Teilnehmer bisher jedes Mal deutlich unter die Marke von 400 Euro gesenkt werden.

 

Aus den überaus positiven Rückmeldungen von Schülern und Eltern nach der Durchführung der Wanderung wurde jedes Mal deutlich, dass sich die Teilnehmer außerordentlich bereichert fühlten von dieser etwas anderen – sicherlich sehr handlungsorientierten – Form des Lernens und sich der hohe Vorbereitungsaufwand und die relativ lange Dauer der Schullandheimveranstaltung in jeder Hinsicht gelohnt haben.

 



[1] Verwaltungsvorschrift vom 23. Dezember 1981 IV-1-3030/38

[2] Aus organisatorischen Gründen ist es bisher leider nicht möglich, in die Trekkingklasse Schülerinnen und Schüler aus den Französischklassen aufzunehm